LG Köln Aktenzeichen 18 O 148/08 aus 2013 Erst mal hat man immer Mitschuld.....

Was für ein Urteil! Bei mir löst das erst mal schlicht Kopfschütteln aus. Nein, nicht das ich der Meinung bin das Schutzkleidung nicht notwendig ist, sie hat schon Ihre Berechtigung. Nein, es stört mich, das hier Tür und Tor den Versicherern geöffnet werden, die nun im nächsten Prozess erst mal klären wollen „Was ist denn die richtige Schutzkleidung“!

Ist es die Jacke für 99€ die ich seit Jahren trage oder ist es die Super Jacke für 1300€ (die ich mir nicht leisten kann oder will)?

Sprich demnächst sagt der Versicherer Ihre Protektoren in der Hose waren die falschen, wenn Sie die richtigen getragen hätten, wäre Ihre Hüfte nicht kaputt, also zahlen wir mal nicht…

Oder hängt es demnächst an dem Zweirad welches ich fahre?

Ich kann mir nicht helfen, aber diese Richter, mit Verlaub wissen nicht wovon Sie reden oder worüber Sie urteilen.

So ein Urteil darf man nicht stehen lassen, doch leider steht es seit 2013! Aufregen lohnt nicht mehr!

Link zum Urteil

 

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Ein Kommentar

  • Hallo zusammen,

    erst heute bin ich dazu gekommen mir diesen Beitrag durchzulesen und wundere mich zum wiederholten Male, dass ein solches Urteil immer noch ein Kopfschütteln auslöst.
    Ich erinnere mich noch sehr gut an einer sehr heftigen Debatte bei eines unserer Stammtische, als ich nach meinem Unfall die Sache mit der Kleidung beim Krad fahren ins Spiel brachte und herbe Kritik über mich ergehen lassen musste, als hätte ich die Gesetze erlassen.
    Bei allen Unfällen geht es grundsätzlich auch um die Vermeidbarkeit, sei mit Blick auf die StVO, Schäden an Fahrzeugen oder Personen.
    Es sind nicht die Gerichte die von sich aus eine Vermeidbarkeit Betrachtung ziehen, vielmehr die Versichrungsgesellschaften die es sprichwörtlich leid sind hohe Summen zu bezahlen um die teilweise über Jahre hinweg gestritten werden muss, weil gewisse Verletzungen durch entsprechende Kleidung hätten vermieden oder abgeschwächt werden können.
    Mit solchen Urteilen greifen die Gerichte den Versicherungen vor um deutlich zu machen, dass man sich einiges an Prozesse ersparen kann, wenn man dementsprechend gehandelt hätte.

    Bei mir ruft das Urteil keineswegs ein Kopfschütteln hervor,vielmehr Verständnis darüber wie Leichtsinn und Fahrlässigkeit geahndet werden sollte.

    Gruß in die Runde,

    Hartmut

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